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Rückblick auf die GOR 2010

Radu Immenroth- Globalpark EFS Product ManagerDie diesjährige GOR lud vom 26. bis zum 28. Mai 2010 zu anregenden Diskussionen nach Pforzheim ein und bot wieder einmal die Möglichkeit zu einem intensiven Fachaustausch. Der dreitägige Branchentreff der Onlineforschung, veranstaltet von der DGOF (Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e. V.)  sowie der Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim, bestand aus einem Vortrags- und Workshop-Programm sowie einer Branchenausstellung. Die Keynote zum Thema “Online takes the lead. What’s next?” gab in diesem Jahr Prof. Horst Mueller-Peters von YouGovPsychonomics im Audimax der Hochschule. Erwartet wurden rund 450 internationale Forscher aus Hochschulen, Instituten und der Wirtschaft.

4647310277_8df1a80f9a_bAuch Globalpark gestaltete die GOR wieder Mehr…

Diagnose Panelschwund

14. September 2009 Keine Kommentare

Vortrag von Christoph Irmer, ODC Services GmbH, anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der Globalpark AG

Wie alle Panelanbieter kämpft ODC mit rückläufigen Teilnahmeraten und schneller steigenden Mortalitätsraten der Panelmitglieder. Als Gründe werden von Herrn Irmer in seinem Vortrag identifiziert:

  1. Panelistenrekrutierung ist deutlich schwieriger (u.a. sinkende Klickraten, Pop-Blocker, großer Wettbewerb)
  2. Marktforschung ist i.d.R. weniger ‚sexy‘ als versprochen (z.B. Umfragen sind in der Praxis selten spannend, (zu) viele Matrix-Fragen etc.)
  3. Zusammenarbeit von Panel-Anbietern und deren Kunden verläuft häufig nicht optimal (z.B. zu viele Screenouts, Quota-Fulls, falsche Versprechen, schlechte Qualität der Fragebogen)

Dieses führt schlussendlich zur Frustration der Panelisten und zu einer niedrigen Motivation, Studien zu beenden oder gar erst zu beginnen.

ODC wirkt mit dem sogenannten „ODC Panelist Motivation Score“ entgegen. Der Motivation Score unterteilt die Panelisten in drei Gruppen und berücksichtigt hierbei die Beendigungswahrscheinlichkeit der Umfragen:  „Top“-Motivierte werden zu Studien eingeladen, die eine niedrige Beendigungsquote haben; „Mid“-Motivierte werden zu Umfragen mit mittlerer Beendigungwahrscheinlichkeit eingeladen und „Low“- Motivierte zu Studien mit sehr hoher Completion Rate.

Hierfür wird der von EFS Panel standardmäßig integrierte PCI-Index genutzt und bei der Stichprobenziehung zu den Studien berücksichtigt. ODC führt seine stabilen Rücklaufquoten u.a. auf den Einsatz des Motivation Score zurück.

Weiterhin entwickelt ODC derzeit in Zusammenarbeit mit Globalpark ein Konzept, um einen sogenannten Master-Screener zu nutzen. Hierbei werden die Screening-Fragen von verschiedenen Umfragen in einen Screener zusammengefasst und der Panelist wird automatisch in die geeignete Studie geleitet. Dadurch wird die Teilnahmewahrscheinlichkeit für den Panelisten deutlich erhöht und somit seine Motivation an weiteren Studien im Panel teilzunehmen.

Impressionen:

Warum Corporate Social Media Pflichtprogramm für jedes Unternehmen ist

10. September 2009 Keine Kommentare

Vortrag von Mirko Lange, talkabout GmbH, anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der Globalpark AG

Die 2. Workshop Reihe wurde durch einen Hochkaräter der deutschen Social Media Szene unterstützt. Mirko Lange, Geschäftsführer der talkabout GmbH wagte sich an die Marktforscher Community heran, um ihnen die Notwendigkeit von Corporate Social Media in Unternehmen, und vor allem in der Marktforschung, zu verdeutlichen.

Er unterstrich seinen Vortrag mit viel Videomaterial, beeindruckenden Zahlenvergleichen und griff am Ende die neueste Case Study zum Thema „die Moral von der Geschichte: leg Dich nie mit einem Blogger an“ – den Fall Jako – auf.

Hiervon auch ein wenig aufgeschreckt, ergab sich am Ende des Vortrags eine durchaus angeregte Diskussion über die Gefahren des Social Web für Unternehmen und wie die Marktforschung helfen kann, die Gefahren zu minimieren. Im Mittelpunkt dabei standen die Themen: die Macht der Blogger – wie im Fall Jako deutlich wurde -, die allgemeine Qualität der im Social Web erhobenen Daten und den Mangel an Erfahrung mit diesen „neuen“ Möglichkeit der Interaktion mit den KundenInnen.

Mirko Lange, der selbst nicht aus der Marktforschungsfamilie stammt, sondern als PR-ler in der Kommunikationsbranche zu Hause ist, verdeutlichte noch einmal wie wichtig gerade das Zuhören im Social Web ist. Viele, dann öffentlich ausgetragene, Konflikte resultieren aus einem Mangel am „Zuhören“. Allerdings bleibt auch weiterhin offen, mit welchen Mitteln dies professionalisiert werden kann und woher man das Personal hierfür „nehmen und nicht stehlen“ sollte.

Auf die Frage „Wie würden Sie MitarbeiterInnen rekrutieren?“ kamen zwei nicht ganz überraschende Antworten: Herr Lange attestierte auch hier einen Fachkräftemangel und bestätigte, dass es sehr schwierig sei geeignetes Personal zu rekrutieren. Zum anderen, wie könnte es auch anders sein, rekrutiert Herr Lange natürlich direkt in den einschlägigen Social Web Communities, denn nur wer dort aktiv ist, versteht die Regeln und Gesetze des Social Webs.

Eingesetzte Medien während des Vortrags:

youtube: Social Media Revolution

[Der Vortrag ist zu sehen auf: slideshare.net]

Impressionen: