Die erste digital marketing exposition & conference (dmexco) war ein voller Erfolg. Auf der internationalen Messe mit dem Motto “Create Effects” waren 290 Aussteller und rund 14.200 Besucher aus der Werbeindustrie. Es wurde ein spannendes Programm mit renommierten Experten geboten, die in der Congress Hall und der Debate Hall zu Themen rund um digitales Marketing referierten.
Im Rahmen der dmexco bot etwa die “Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung” (dgof) ebenfalls ein attraktives Programm mit verschiedenen Vorträgen an. Unter anderem waren dort auch Referenten von Globalpark mit spannenden Themen im Bereich der Online Marktforschung vertreten.
Sebastian Kramer (Consultant) und Andreas Knappstein (Key Account Manager) berichteten zum Thema “Kundenbeziehungsmanagement: Möglichkeiten und Nutzung von Kundenfeedbacks in einem Panel”. Mehr…
Der Branchentreff der Online-Forscher wartete vom 6. – 8. April 2009 an der Universität Wien mit vielen Highlights auf, und die rund 400 Besucher konnten sich wie immer aktiv hieran beteiligen. Die Zukunft der politischen Wahlforschung, Soziale Netzwerke im Web 2.0, die Entwicklung des Mobilen Internets – das sind nur einige Themen, die bei der GOR 09 diskutiert wurden.
Zwei Podiumsdiskussionen griffen aktuelle Themenstellungen auf und ermöglichten eine inspirierende Auseinandersetzung: Das Thema “Future of Polling Research – is online an option?” wurde mit dem Wahlforschungsexperten Professor Jon A. Krosnick von der Stanford University, dem Landesgeschäftsführer der Grünen in Wien, Robert Korbei und dem Vorstand von YouGovPsychonomics, Holger Geißler behandelt.
Einer der führenden Trendforscher, Prof. Peter Wippermann lieferte die Impulse zur Diskussion “Consumer 2.0 – Does Market Research need an Update?”. Unter der Leitung des Linzer Professors Bernad Batinic diskutierten Louise Ainsworth von Nielsen Online und Andera Gadeib, Vorständin der Dialego AG mit Christina Giesen von Deutsche Post World Net.
Für die beiden Keynotes konnten auch in diesem Jahr renommierte Sprecher gewonnen werden: Prof. Jon Krosnick von der Stanford University (“Money für Surveys: What about Data-Quality?”) und Hans Georg Stolz, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (ag.ma) (“From Clicks to Blogs – Trends in International Online Measurement”).
Der `Best Practice Award´ für das leistungsfähigste Projekt aus der betrieblichen Online-Marktforschung ging an den Spiegel Verlag gemeinsam mit YouGovPsychonomics, den `Poster Award´ gewann Andreas Sackl, der ein Projekt in Kooperation mit meinungsraum.at zur Usability von Flash-Skalen durchführte.
Ein Highlight der GOR war abermals die GOR-Party, die heuer von Globalpark gesponsert wurde. Die Partyfotos finden Sie auf flickr!
Die dreiteilige Vortragsreihe „Mobile: Data Collection and Business 1” mit abschließender Diskussion wurde moderiert von Emmanual Maxl.
Dr. Tanja Pferdekämper (Globalpark AG) hob in ihrem Beitrag neben der Ortsunabhängigkeit und Flexibilität mobiler Befragungen vor allem die hohe Antwortgeschwindigkeit der Teilnehmer als vorteilhaft hervor. Ergebnisse stehen über dieses Medium nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Die hohe Rücklaufquote interpretierte sie als Hinweis darauf, dass die Befragungsform sehr gut von den Teilnehmern angenommen werde.
Im Vergleich der Geräte, die beim mobilen Surfen benutzt werden, dominiert das iPhone von Apple derzeit deutlich vor Modellen von Nokia, Sony Ericsson und Samsung (Stand: Januar 2009; Quelle: AdMob Mobile Metrics Report).
Malte Friedrich-Freksa (YOC AG) ergänzte demographische Zahlen: Die typischen Teilnehmer an mobilen Befragungen sind demnach männlich, jung und überdurchschnittlich gebildet. Als Zielgruppen für mobile Befragungen sind in erster Linie sonst schwer erreichbare Gruppen interessant wie z.B. junge Menschen oder Manager. Friedrich-Freksa unterschied dabei zwischen zwei Einsatzmöglichkeiten: Auf mobilen Websites und innerhalb mobiler Panels. Durch die schnelle Folge der Teilnahme auf die Einladung beeinflusst der Zeitpunkt der Einladung den Ort der Teilnahme.
Besonders für kurze Fragebögen sind mobile Befragungen eine adäquate Alternative, wie Friedrich-Freksa unterstrich. Nachteilen wie technischen Barrieren und starkem Kostenbewusstsein stehen Vorteile wie Geschwindigkeit, Design, Motivation und Erreichbarkeit entgegen.
Prof. Michael Bosnjak (Freie Universität Bozen) untersuchte die verschiedenen Determinanten der Teilnehmerintention in Bezug auf mobile Befragungen. In den Ergebnissen kam zum Vorschein, dass man in eher wichtige und eher unwichtige Determinanten gruppieren kann. Zu den tendenziell Wichtigen zählt er „perceived enjoyment“. Wichtig, wenn auch in etwas geringerem Umfang, scheint auch „attitude towards participation“. Beide Determinanten werden wiederum durch die „self-congruity“ beeinflusst. Prof. Bosnjaks Untersuchungen zufolge zählen „data security trust“ und „low entry barriers“ offenbar zu den eher unwichtigen Determinanten – Eintrittsbarrieren und Sicherheitsbedenken spielen also bemerkenswerterweise keine so entscheidende Rolle bei der Teilnahme an mobilen Befragungen. Eine ähnlich geringe Bedeutung haben außerdem die Einflussgrößen “perceived costs” sowie “opinion of others”.
Auf der dreitägigen General Online Research finden sich nun zum elften Mal internationale Experten zum Thema Online-Forschung aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um über Theorien, Methodik und Resultate zu diskutieren.
Zunehmend spielt auch die Mobilkommunikation eine wichtige Rolle. Zahlreiche Beiträge der diesjährigen GOR-Konferenz werden von Mitarbeitern aus den Reihen von Globalpark bestritten – schließlich ist unser Unternehmen als ehemaliges universitäres Start-up der akademischen Forschung eng verbunden. Darüber hinaus schätzen wir die Möglichkeit, den regelmäßigen wissenschaftlichen Diskurs als Prüfstein für die Qualität unserer Arbeit zu nutzen.
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