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Fragebogen erstellen: Praktische Tipps – Teil 1

Lesen Sie mehr zur Erstellung von Fragebögen in diesem Artikel: Fragebogen erstellen: Eine Einführung

1. Technische Erfordernisse

Bei Umfragen sollte darauf geachtet werden, dass keine Teilnehmer durch technische Gründe von der Beantwortung des Fragebogens ausgeschlossen werden. Daher sollten sich die technischen Voraussetzungen am unteren Niveau der Möglichkeiten in der Zielgruppe orientieren (Menge der zu übertragenden Daten, Einsatz von Grafiken, Verwendung Programmiertechniken und –sprachen). Akzeptable Ladezeiten und eine gute Darstellung bei unterschiedlichen Bildschirmgrößen/ -auflösung sind zu berücksichtigen. Bei der Umsetzung von  Skalen, Fragetexte oder Antwortoptionen ist es notwendig, auf eine vollständige Abbildung aller Optionen zu achten.  Nicht, dass beispielweise die Skalenoption “weiß nicht” aus der Bildschirmdarstellung fällt (und so Ergebnisverzerrungen entstehen).

2. Glaubwürdige Kommunikation mit dem Befragungsteilnehmer

Die Internetnutzer wollen schnell erfahren, was sie bei einem Angebot erwartet – „kein Aufhalten“ durch umständliche Formulierungen oder lange Übertragungszeiten. Daher sollte das Ziel einer Untersuchung klar kommuniziert werden. Das Layout des Fragebogens sollte in Übereinstimmung mit dem Untersuchungsziel stehen. Ebenso sollten sich die Fragen auf den angegebenen thematischen Rahmen beziehen. D.h., der Fragebogen sollte in sich stimmig sein.

Die Einführung in den Fragebogen sollte kurz sein und das Interesse der Internetnutzer wecken. Die Nutzerkommunikation sollte auch in der Befragung transparent sein.

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3. Nach den Regeln der Sozialforschung formulieren

In der empirischen Sozialforschung bestehen Standards für die korrekten Formulierungen in Befragungen.

Folgende Hinweise sollten bei der Fragebogenerstellung beachtet werden:

  • Fragen kurz und prägnant formulieren, Überforderung vermeiden
  • Keine Suggestivfragen stellen – so neutral wie möglich bleiben
  • Doppeldeutigkeiten bei Formulierungen und unnötige Fachtermini vermeiden
  • Auf doppelte Verneinungen verzichten (Beispiel: Was versuchen Sie bei Ihrer Ernährung zu vermeiden? – wenig Fleisch.)
  • Nicht zwei Fragen in einer Frage stellen (Beispiel: Was halten Sie von Fernreisen oder Kurztrips? – Besser in zwei Fragen aufteilen)
  • Fragebogen so entwerfen, dass die Fragen von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden
  • Bei geschlossenen Fragen müssen die Antwortkategorien vollständig sein und dürfen sich nicht überlappen.
  • Zur Beantwortung der Fragen verständliche Hinweise geben
  • Zu Themen, die dem Befragten nicht bekannt sind, keine Fragen stellen

Quelle: Gräf, Dr. Lorenz (2010) Online-Befragung: Eine praktische Einführung für Anfänger. Münster: Lit Verlag

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Leitfaden Fragebogen erstellen: 10 Tipps für die Online-Befragung

  1. Technische Erfordernisse bedenken. (Teil 1)
  2. Glaubwürdige Kommunikation mit den Befragten herstellen. (Teil 1)
  3. Nach den Regeln der Sozialforschung formulieren. (Teil 1)
  4. Aufmerksamkeit erzeugen und halten. (Teil 2)
  5. Anspruchsvolles Design verwenden und Usability-Kriterien umsetzen. (Teil 3)
  6. Helfen und kontrollieren.
  7. Fragetypen und -formen sinnhaft und planvoll einsetzen.
  8. Fragebogen kurz halten.
  9. Filterfragen einsetzen.
  10. Pretest durchführen.

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